Alison Grey: Zwei Seiten – Kurzbeschreibung

zweiseitencoverViele Menschen sind auf der Suche nach sich selbst und fragen sich: Wer bin ich? Wo will ich hin? Ist das das Leben, das ich führen will?

In Alison Greys Buch „Zwei Seiten“ geht es im Wesentlichen um das Thema „Selbstbetrug“ und „Selbstfindung“.
Die Hauptprotagonistin Scarlett Winter wird als junges Mädchen durch ihr Elternhaus geprägt. Dort lernt sie, insbesondere von ihrem Vater, dass es Männer und Frauen gibt, die sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen. Und das ist eine Abscheulichkeit. Es ist falsch. Mit diesem Wissen wächst die junge Scarlett auf und bildet ihre „eigene“ Meinung zu dem Thema.

Ihre Beziehungen laufen allesamt nicht gut und sie beschreibt sich nicht unbedingt als glücklich. Sie geht eine Beziehung mit Oliver ein, welcher eine Schwester hat, die ausgerechnet lesbisch ist. Scarlett fühlt sich schon zu Beginn bedroht von Julias Anwesenheit, hat jedoch Mitleid, weil Julia immerhin krank ist.

Es beginnt die typische Geschichte einer homophoben Einstellung, aber Julia ist schlagfertig. Scarlett lernt Julia jedoch besser kennen und baut im Verlauf der Geschichte nach und nach ihre Vorurteile gegenüber Homosexuellen ab, zunächst aber nur was Julia betrifft und beginnt plötzlich auch ihr eigenes Ich näher zu betrachten. Immer wieder liest man den Satz „Was ist nur los mit mir?“
Julia bringt Scarletts ganzes Homoweltbild komplett durcheinander.

Scarlett fühlt sich immer mehr zu Julia hingezogen und steht einem Kampf gegen ihre „eigenen?“ Überzeugung und Wertvorstellung gegenüber. Und auch Julia hat es nicht leicht, immerhin ist Scarlett mit ihrem Bruder zusammen. Darf sie sich in Scarlett verlieben? …Aber wie endet die Geschichte?

Fazit

Die Leserinnen meines Blogs wissen, dass ich gerne alles bis ins kleinste Detail auseinandernehme, aber in diesem Fall muss ich unbedingt empfehlen das Buch zu kaufen! Die 363 Seiten schienen mir viel zu kurz, weil ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Ich war, glaube ich, selten so gefesselt von einer Geschichte, wie von dieser. Ich hab in jeder freien Minute gelesen und wenn ich es weglegen wollte, hab ich es sogleich wieder genommen und doch weitergelesen.

Der Schreibstil gefällt mir, er erinnert mich an meinen eigenen, wenn ich „Geschichten“ schreibe. Die Autorin bringt die Dinge auf den Punkt und schreibt nicht erst 20 Seiten darüber wie die Blätter im Wind rascheln o. ä. Auch weiß die Autorin, wie man Spannung aufbaut und hält, wobei mich das in den Wahnsinn getrieben hat. Hut ab vor dieser Ausdauer. Da kann ich noch einiges lernen. Die homophobe Art und Weise finde ich sehr gut dargestellt, wenn man auch meint, dass das etwas drastisch sei oder gar unrealistisch. Das finde ich nicht. Das Buch sollten auch diejenigen lesen, die tatsächlich meinen, dass Homosexualität krank ist und die Menschen die das ausleben „krank“ sind und ja schließlich etwas gegen diese Krankheit tun könnten.

Die € 12,90, die das Buch kostet, sind seeeeehr gut angelegt.

„Richtig verbunden“ ist ebenfalls ein Roman von ihr. Leider etwas kürzer die Geschichte. Ich glaube knapp 100 Seiten hatte es. War auch gut, aber „Zwei Seiten“ war um Längen besser!

Ich hoffe Grey schreibt noch mehr! Zumindest gibt es die Möglichkeit IHR zu schreiben: Alison-Grey[at]web.de.

Hier die Seite des Verlags über die Autorin: Ylva Verlag

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Kategorien:Bücher, Frauensache

Doch nicht tot!

Wow, ich hatte schon eine halbe Ewigkeit keine Zeit mehr mich um’s schreiben oder den Blog zu kümmern, aber anhand der freizuschaltenden Kommentare glaube ich, sollte ich mal wieder ran…?!?! Uff, wenn ich doch nur kurz und bündig über etwas schreiben könnte, das ginge sooo viel schneller…aber nein, ich muss immer alles auseinandernehmen und abschweifen.

Ich hoffe ihr behaltet mich auch weiterhin in eurem Lesezeichen.

Bis dahin: Seid gegrüßt liebe Leser/innen und danke für die Treue :)!

P.S. Eigentlich würde mich ja mal brennend interessieren, welche Themen eurer Meinung nach am liebsten gelesen werden. (Jaja, schon klar, PepSi) ;D

Kategorien:Allgemein

(Un)soziale Netzwerke

Es existieren viele Menschen, nicht nur einer oder zwei, sondern eine riesige Masse Fleisch, Wasser und Blut, die auf den Kontinenten der Welt verstreut leben. Und doch hat man meistens nur einen wirklichen besten Freund. Aber wie ist das in der heutigen Zeit? Gibt es die wahre Freundschaft und die wahre große Liebe noch?

Meiner Meinung nach existiert dies nur noch in den Träumen der Menschen. In einer Welt die beinahe schon digitalisiert ist und jeder einem anderen eine Freundschaftsanfrage schicken kann, obwohl man nur zwei Worte oder gar nie mit dieser Person gesprochen hat, kann es die wahre Freundschaft nicht geben. Man ist so sehr damit beschäftigt seine digitalen Freundschaften zu pflegen, dass man die Menschen, die man anfassen kann, vernachlässigt. Die ganze digitale Pflege kostet viel Zeit, Zeit die man neben seinem realen Leben nicht hat. Morgens steht man früh auf und geht zur Arbeit und abends checkt man schnell, ob man neue Kommentare auf seiner Pinnwand hat oder gar neue Freundschaftsanfragen.

Ja, eigentlich ist das doch ein tolles System. Freunde, die man schon ewig nicht mehr gesehen hat, fügen dich plötzlich als Freund hinzu und du freust dich, endlich den einen oder anderen Freund wiedergefunden zu haben. Im besten Fall wird kurz gechattet. Dabei wird ein bisschen Smalltalk geführt bei dem es meistens um den Werdegang in Kurzform geht. „Was hast du all die Jahre so gemacht? Wo arbeitest du jetzt? Lebst du in einer Partnerschaft?“

In kurzen Sätzen erzählt man, was man in einem Zeitraum von 10-15 Jahren gemacht hat – als ob man das in zwei Sätzen zusammenfassen könnte! Niemand erzählt von den Schattenseiten, denn das will der neue digitale Freund nicht wissen. Dafür kennt er dich in digitaler Form zu wenig. Und man sagt, wo man arbeitet, und schon hat der andere ein genaues Bild davon, was aus dir „persönlich“ geworden ist. Ist man arbeitslos, gilt man als depressiv, weil man es innerhalb von 10-15 Jahren nicht auf die Reihe bekommen hat, einen Job zu finden, auch wenn man vor zwei Jahren mal gearbeitet hat und vor 5 Jahren ebenfalls schon einmal. Und wenn man erzählt, man sei in einer Partnerschaft, fragt man sich anschließend, warum das wichtig zu wissen ist.

Einer der beiden Chatpartner ist möglicherweise gesprächsbereiter, während der andere nur denkt, wann die Erzählungen bzw. diese Floskeln der Höflichkeit endlich ausgetauscht sind und man das Chatfenster wieder schließen kann. Tja, was könnte man noch für Fragen stellen?

Und dann ist Funkstille. Wundert einen das? Nein. Denn es hat einen Grund, warum der Kontakt abbrach und nie einer der beiden versucht hat, den anderen zu kontaktieren. Häufig ist es sogar so, dass du nicht einmal im realen Leben viel mit diesem Menschen gesprochen hast und im Chat erzählst du plötzlich, dass du in einer Partnerschaft bist und bald Geschäftsführer einer Müllfabrik wirst.

Eigentlich müsste der Button in sozialen Netzwerken nicht „Freunde“ sondern „Bekanntschaften“ heißen. Oder warum nicht gleich ganz kategorisieren? „Einmal ein Blick ausgetauscht“ oder „Kenn ich vom Hörensagen“ oder „Irgendeiner, der mir mal zu gewunken hat“ oder vielleicht „Der Freund eines Freundes der dessen Freund ist“. Aber psychisch gesehen, glauben labile einsame Menschen, wenn sie 100 Freunde haben, dass sie etwas in der Welt bedeuten oder sogar beliebt sind. Doch zum Geburtstag gratulieren vielleicht nur eine handvoll Freunde auf deiner Pinnwand. Sie rufen dich nicht an oder besuchen dich, sie schreiben nicht mal mehr eine SMS. Es ist einfacher etwas auf einer Pinnwand zu hinterlassen. Es werden keine Geburtstags- oder Weihnachtskarten verschickt, weil es da doch dieses lustige Bild gibt, das man auf die Pinnwand platzieren kann. Geburtstage werden fast auch nicht mehr vergessen, weil das soziale Netzwerk dich daran erinnert oder du zufällig siehst, wie jemand deinem Freund gratuliert. Hach, bin ich nicht ein guter Freund, dass ich an deinen Geburtstag denke?

Ist das traurig? Ach was, nein. So ist das doch heute!

Wäre das nicht genug, muss man sich auch noch mit dem realen Leben auseinandersetzen. Freunde die keine sind und nur am rumheucheln sind. Wer kennt das nicht? Man befindet sich in einer angeblichen Freundschaft, aber schreibt sich nie oder ruft auch nicht an. Und dann sieht der andere, dass du gerade „online“ bist, obwohl du auch im realen Leben „online“ bist, wenn du nicht gerade fast tot auf dem Boden liegst. Er schreibt dich an. „Hey, lange nicht gesehen! Wie geht’s dir?“ Als ob das den Freund interessiert. Und man antwortet und fragt im Gegenzug. Die Antwort übrigens beschreibt nur den aktuellen Gemütszustand. Wie man sich gestern oder vor einer Woche fühlte, wird ausgelassen. Man muss sich schließlich kurzhalten, damit sich dein Gegenüber nicht langweilt.

Und dann heißt es: „Man. Wir müssen uns unbedingt mal wieder treffen. Gespräche mit dir fehlen mir!“ Die digitale Unterhaltung ist vorbei und man hört wochenlang nichts mehr von seinem Freund, den man zufällig im realen Leben auch kennt. Heuchler.

Soziale Netzwerke sollen Menschen zusammenbringen, aber sie reißen sie eigentlich nur auseinander. Die Grundidee ist gut, denn weil man keinen realen Kontakt mehr zu seinen Freunden hat, weiß ich wenigstens, was er gerade macht: Spielen, Musik hören, Gefällt mir drücken bei „Bier für € 0,30“. In Wahrheit sind wir einsamer als zuvor und so wird unsere Zukunft aussehen. Wir werden bald keinen mehr „riechen“ und in den Arm nehmen. Da wird nur „geknuddelt“ und man soll sich einbilden, wie sich das wohl anfühlt. Küsschen werden ebenfalls nur noch bildhaft zugeworfen. Und gezwinkert wird längst nur noch mit Smilies – und wehe du verwendest keine Smilies – dann bist du schlecht gelaunt.

Auch die Liebe leidet unter dieser digitalen Welt. Man sitzt da und sucht nach den coolsten Apps oder man spielt ein neues Spiel, welches es im Markt gerade umsonst gibt – das ist die Sucht nach Mehr. Und wenn man im Urlaub ist, verläuft man sich nicht, weil man schließlich ein App hat, das dich an das Ziel bringt. Die Angst und das Abenteuer gibt es nicht mehr. All die kleinen Momente, an die man sich nach Jahren gern zurückerinnert, so wie ich, als ich in Köln meine Straßen- und Eventkarte verloren habe, wo alles mühevoll aufgeschrieben stand und daraus eine interessante ungewisse Fahrt zu unseren Zielen wurde. Und das Beste: Ich war nicht damit beschäftigt zu gucken, was meine „Freunde“ gerade machen.

All das scheint schneller zu gehen und besser, vielleicht sogar (nicht) umständlicher zu sein, aber es bringt Opfer. Die Opfer sind die Freunde, die du schon kanntest, bevor du dich mit dem Internet gepaart hast. Wir können von uns nicht behaupten ein Freund von jemand zu sein, wenn wir diese Freundschaft nicht pflegen und glauben, wir haben doch genug im sozialen Netzwerk.

Wann hast du deinen Freund das letzte Mal besucht? Wann hast du ihn das letzte Mal angerufen und ein langes Gespräch mit ihm geführt? Wenn du jetzt „Ääääh“ sagst, dann weißt du, was du falsch machst.

Soziale Netzwerke gut und schön, aber vergisst nie, dass ihr lebt. Der digitale Freund kann dir keine Schulter zum anlehnen geben, der wahre reale Freund schon. Er ist es, der dir einen heißen Kaffee anbietet, wenn du ihn besuchst. Der digitale Freund kann das nicht.

Und wenn du weinst, kann er dich besser trösten. Und wenn du lachst, lacht er mit und weil er das tut, lachst du noch herzhafter. Ein schönes rotes verzerrtes und kein gelbes Gesicht, das nicht annähernd so aussieht wie du.

 Bedarf dies einer Fortsetzung? …

Kategorien:Allgemein

Winterjacke?

Ich friere leicht und schnell, daher suchte ich DIE Jacke, bei der mir nichts etwas anhaben kann. Sehr früh morgens muss ich schon in der Eiseskälte stehen und warten, warten, warten… So, nun welche Jacke könnte passen? Ich brauchte unbedingt eine winddichte Jacke, die auch bei Regen hält und gleichzeitig kuschelig warm gibt.

Ich hatte erst überlegt mir eine Softshell-Jacke zu kaufen (wegen der winddichten Eigenschaft), aber ist mir darin auch warm? Der Kauf zog sich mindestens über 1 – 2 Monate hin und letztlich bezahlte ich € 159,95 für ein Wolfskin-Produkt. Ich dachte mir: Hey, Wolfskin steht für qualitative warme Jacken, da kann man nichts falsch machen. Als ich dann in der Produktbeschreibung las „Frauen-WINTERJACKE“ und „äußerst warmes Highloft-Fleecefutter“ und „Wattierung in den Ärmeln“ sowie „windabweisende Eigenschaft“ war ich überzeugt. Ich schrieb Wolfskin sogar an, beschrieb was ich suche und welche drei Jacken in Frage kämen in der Produktbeschreibung aber nicht eindeutig genug waren.

Die Antwort:
„…
die drei genannten Jacken sind im Hinblick auf die Wärmeleistung mehr oder weniger vergleichbar und sollten infolgedessen alle für Ihren Einsatzzweck geeignet sein. […].“

Spätestens jetzt wusste ich: Da kann nichts schief gehen.

Die Wärme:

Betrachtet man also das obige Bild, so könnte man meinen, dass ich es so richtig schön kuschelig warm habe. Die Wahrheit ist aber: Ganz im Gegenteil. Diese Jacke als „Winterjacke“ auszugeben, ist fast schon frech.

Bei ca. 15-20 Grad ist die Jacke angenehm und so warm, wie ich es mir im Winter wünschen würde. Alles was unter 10 Grad fällt, da muss man sich schon wärmer anziehen. Alles was unter 5 Grad und letzten Endes unter 0 Grad ist, geht mit der Jacke gar nicht. Hier muss nun schon eine Fleece-Jacke in der „Wolfskin“-Stärke 200 herhalten. Bei Fleece 100 kommt man über und kurz unter 0 Grad gerade noch(!) über die Runden.

Selbst das „kuschelige“ und warme Nanuk 300 am Rücken- und Oberkörperbereich gibt mir nicht so viel Wärme, dass ich nicht frieren würde. Dieses Nanuk 300 befindet sich auch in der Kapuze, die federleicht auf meinem Kopf hockt, aber warme Ohren bekommt man davon noch lange nicht.

Windabweisende Eigenschaft:

Ja… wer genau liest findet sich in einem Reise-Buchungskatalog wieder, wo es in etwa heißt, „nahe Strand“ oder „kinderfreundlich“, wo dann meistens üble Dinge und Verarschen hinterstecken. Aber wer hier genau liest erkennt beim längeren Überlegen: „Windabweisende EIGENSCHAFTEN“ dass es sich hier nicht um „winddicht“ handelt, lediglich um EIGENSCHAFTEN. Kommt ein kleines Lüftchen, zieht es nicht sofort durch die Jacke und man friert. Aber kommt ein Orkan, friert man sich den Arsch ab. Ein Griff ins Klo, was mein gewolltes „winddicht“ angeht.

Der Reisverschluss:

Ich hatte nun schon gelesen, bei anderen Produktbewertungen, dass es Probleme mit dem Reißverschluss gibt. Was sage ich dazu? Ja, das stimmt! Zu geht er häufig schwierig, sodass man nie weiß ‚halte ich den Reißverschluss nicht gerade genug? Ist es nicht richtig eingerastet?‘, aber wenn man die Jacke dann endlich zugeschlossen hat, muss man sie irgendwann wieder öffnen. Bis zum Anschlag geht es flüssig und schnell runter, aber AUF? Da kann man ziehen und reißen so viel man will, am Ende gibt es nur einen Trick: Mit der rechten Hand die rechte Seite des Reißverschluss runterziehen und jetzt bitte mit links die linke Seite versuchen runterzuziehen – leicht anheben. Geht?

Eilig die Jacke an- oder ausziehen kann man vergessen. Manchmal geht es, häufig aber nicht so fix.

Das Innenfutter und die Länge:

Das Innenfutter, insbesondere die Ärmel, sind fast schon hauchdünn. Da frage ich mich manchmal, ob ich eine Weste trage. Als Erstes friert man also immer an den Armen. Und ja, da friert ein normaler Mensch auch. Wo bleibt nur die Wattierung? Hier muss man „Wissen“ über Stoffe und deren Zusammensetzung haben: „Polyfieber Fill-Wattierung“, 80g/m²! Kapiert?  (Im Übrigen steht auf dem Schildchen, welches die Hersteller, hier Wolfskin, an die Jacken hängen, nur Grundsätzliches und eher weniger Detailliertes!)

Die Jacke ist vorne etwas weitgeschnitten, „fraulich“ und daher auch kaufentscheidend. Am Hintern ist sie eher kurz geraten, sodass man sich bei eisigem Wetter lieber nicht auf eine Bank setzt, denn die Jacke bietet keinen Untergrund und Schutz hierfür.

Regen:

Bei stärkerem Regen macht sich die wasserabweisende EIGENSCHAFT schon bemerkbar, es ist der Abperl-Effekt, aber nach 15 Minuten fühlt man auf der Schulter, dass es etwas feucht wird. Angeblich, so der Verkäufer aus der Sportarena, hat die Jacke eine Wassersäule von 2000. Gute Jacken aber 20.000 und/oder mehr. So gut kenne ich mich da nicht aus. 2000 ist jedenfalls relativ gering.

Für kurz und schnell mal durch den Regen laufen hält die Jacke durch. Aber länger im Regen stehen: Vergiss es!

Naja, wer die Produktbeschreibung auch hier wieder richtig gelesen hat, bemerkt, dass sie „leichtem SCHNEE“ nichts anhaben kann. Der Rest klärt sich von selbst….

Pluspunkt jedoch: Sie trocknet tatsächlich „schnell“.

Fazit:

„Minnesota“ von Wolfskin ist KEINE Winterjacke. Es handelt sich hier schlichtweg um eine Übergangsjacke! Die Jacke ist höchstens € 60,00 bis € 70,00 wert. Leider zahlt man bei solchen Jacken ja meistens schon € 100,00 für die Werbung/Namen.

Keine Kaufempfehlung für den Winter, wenn man nicht unbedingt und ständig Fleecejacken drunter tragen möchte. Zählt man die Preise für verschiedene Fleecejacken dazu, kostet diese „Winterjacke“ über € 200,00. Und das ist sie schon dreimal nicht wert.

Bewertung:
1/5, Note 6 in der Kategorie „Winterjacke“.

Kategorien:Allgemein

Kelly Clarkson ist endlich wieder da!

Oh wie lange musste ich warten? Wie viele Tage, Nächte, Stunden und Sekunden?
Aber am 28.10.2011 ist es endlich soweit. Kelly Clarkson bringt ihr 5. Album „Stronger“ auf dem Markt (Deutschland-Veröffentlichung).

Angefangen hat alles mit „American Idol“, wo sie gewann und „Thankful“ rausbrachte. Damals war Kelly noch eine junge Frau, die noch nicht wusste welches Genre sie zukünftig machen will, obwohl ihr dieses Genre ganz offensichtlich vorgeschrieben wurde. So wie Herr Bohlen es bei unseren deutschen „Stars“ tut. Die Hits aus „Thankful“ waren wohl „A Moment Like This“ und „Anytime“. Insgesamt gesehen gefällt mir das Album nicht so sehr und es ist auch nicht das Album was jeder sofort nennen würde, wenn man danach fragt, woher man Kellys Musik kennt.

Doch dann kam es, das wohl beliebteste Kelly-Album „Breakaway“. Wie viele singen „Because Of You“ bei Casting-Shows? Außerdem ein Hit “Since U Been Gone”, “Behind These Hazel Eyes” und außerdem noch toll “Gone”, “Addicted”, “Where Is Your Heart”, “Walk Away” sowie die Live-Aufnahme von “Beautiful Disaster”. Es gibt fast kein Lied das nicht eingeschlagen ist, wie eine Bombe. Es ist natürlich „popig“, aber eher kraftvoller, aggressiver als „Thankful“. Es ist eines meiner Lieblingsalben.

Bei „My December“ ist es ähnlich wie mit „Thankful“. Dieses Album würde ich aber fast schon als Rock-Pop Album bezeichnen. Es ist sicher ein gutes Album, aber ich hab noch gar nicht so oft reingehört, aber der Stil gefällt mir sehr gut. Sehr rockig, sehr stark! Die Single „Never Again“ ist sehr hart. Toller Song!!! Hier scheint es wieder, als wolle Kelly „ausbrechen“ aus der American Idol-Schublade.

Und dann kam „All I Ever Wanted“ und sie mischt wieder mal Pop mit Rock-Komponenten.
Für mich wirkte das Album wie eine Geschichte. Erst singt sie darüber dass ihr Leben ohne ihn (obwohl es natürlich immer nur heißt „DU“) nicht so toll wäre, dann singt sie darüber, dass er ruhig gehen kann, wenn er an eine anderen denkt, dann darüber, dass sie immer nur von ihm los kommen wollte und dann geht sie. Später aber, geht es darum, dass ihn keiner haben darf, wenn sie ihn nicht haben kann und so geht es hin und her. Aber jedes Mal tritt sie den Kerl in den Arsch. Und gegen Ende meckert sie wieder über ihn, doch sie will ihn zurück. Seit er weg ist, ist er bedeutungsvoller für sie und deshalb will sie ihn zurück, auch wenn er sich nicht geändert hat, aber sie glaubt dass alles ein Fehler war. Sie liebt ihn noch mehr, seit sie sich getrennt haben.

Was soll ich sagen? Dieses Album wurde zu meinem nächsten Lieblingsalbum. Kelly behält bzw. vermittelt in den Songs den Eindruck, dass sie eine starke Frau ist, die zwar ohne die Liebe kann und sich gegen Betrug und Schmerz wehrt, aber im Grunde will sie nur glücklich sein. Das ist meine Interpretation… Ich kann mich täuschen.
Aber jetzt, …jetzt endlich kommt „Stronger“. Als „Fan“ muss man mindestens 2-3 Jahre auf ein neues Album von Kelly warten und hoffen. Zwischen „Breakaway“ und „My December“ ist so viel Zeit vergangen, aber Totgeglaubte leben länger. Sie kam zurück und hört man das Album (My December) fragt man sich „Was ist denn mit ihr passiert? Wer hat sie so verarscht?“ … Es ist der Wahnsinn.
„Stronger“ wird auch wieder eines dieser Alben. Sie selbst sagt: „Es ist ein starkes Album, ich liebe es frech zu sein und ‚i love raining on boys parade‘.“ Oh ja, das ist wahr. Und so ist ihre erste Single „Mr. Know It All“.
Als ich den Song das erste Mal hörte, hatte ich noch den Stil von „All I Ever Wanted“ im Kopf und dachte auf Anhieb: „WAS ist das?“ Kein Ohrwurm-Faktor, seichter Blümchen-Pop… Oh nein. DOCH, ich änderte meine Meinung als ich es zum zweiten und dritten Mal anhörte. Jetzt ist der Song ein Dauerbrenner und ich liebe ihn.
In dem Musikvideo sieht Kelly unglaublich toll aus, aber wer die Wahrheit kennt weiß, dass Kelly gar nicht mehr SO schlank ist. Egal, denn darauf kommt es nicht an.

In „Mr. Know It All“ singt sie wieder über einen Kerl, der glaubt alles über (Kelly) zu wissen. Meine grobe Gesamtübersetzung?
„Oh, du denkst du kennst mich. Das ist der Grund warum ich dich verlassen habe! Du weißt gar nichts über mich. Du kennst mich nicht. Du hast nicht das Recht mir zu sagen wo ich hingehen darf, tust so, als gehöre ich dir, ja, aber du weißt gar nichts über mich.
Du spielst deine Spiele und willst mich zurück, aber ich falle nicht auf dich rein. Ich lebe meine Wahrheit ohne deine Lügen und werde nicht zurückkommen“….


Ich liebe den Text, mein neues absolutes Lieblingslied!!! Sieht man sich die Tracklist an, kann man nur hoffen, dass es gerade so weiter geht.
Es gibt eigentlich nicht mehr viel zu sagen als: Das Album ist bereits vorbestellt und ich freue mich wie blöd drauf. Ich empfehle aber die Deluxe-Version, denn da sind vier Songs mehr drauf.

„Stronger“ – Tracklist:
1. Mr. Know It All
2. Stronger
3. Dark Side
4. Honestly
5. You Love Me
6. Einstein
7. Standing In Front Of You
8. I Forgive You
9. Hello
10. The War Is Over
11. Let Me Down
12. You Can t Win
13. Breaking Your Own Heart
14. Don t You Wanna Stay (with Jason Aldean)
15. Alone
16. Don t Be A Girl About It
17. The Sun Will Rise

Alben:
Strong (2011) Ab 28.10.2011!!!
All I Ever Wanted (2009)
My December (2007)
Breakaway (2004)
Thankful (2003)

Links:
Mr. Know It All (Video)
Offizielle Seite (deutsch)
Fanseite (englisch)
Twitter (Kelly Clarksons!!)

P. S. 24.02.2012: Ich muss leider sagen, ja, All I Ever Wanted bleibt mein Lieblingsalbum überhaupt. 😉

Kategorien:Musik

Backstroke – Kurzfilm

Julie, die gerade in einer psychiatrischen Klinik ist, begegnet dort Rome, ihrer Ex-Freundin, von der sie dachte, sie sei tot. Rome wird durch einen Autounfall zu früh aus Julies Leben gerissen, denn vor dem Unfall waren sie glücklich und verliebt. Jetzt begegnet Julie Rome in der Klinik, aber Rome leidet unter Amnesie und kann sich weder an Julie, noch an ihrer Beziehung zueinander erinnern.

Wird sich Rome wieder erinnern?

Backstroke (20:30 Min.): 
Hier ansehen!

Ich bin Kurzfilmen meistens nicht positiv gegenüber eingestellt. Es stört mich nicht einmal, dass die meisten Filme mit einem geringen Budget gemacht wurden, sondern dass die backstrokeschauspielerische Leistung oft mehr als grottig ist.

Niki Nielsen (Julie) jedoch, hat mich umgehauen. Sie hat das so gut dargestellt, dass mir teilweise die Luft wegblieb. Den Schmerz, den Julie fühlt, konnte sie wunderbar auf den Zuschauer – auf mich – übertragen.

Ich will gar nicht sagen, wie der Film endet – der im Übrigen gar nicht mal so neu ist, 2006/2007 glaube ich -, weil ihr ihn euch selbst anschauen müsst. Jedenfalls, nachdem ich positiv/negativ überrascht/enttäuscht war, ist mir beim längeren Grübeln klar geworden, was die Autorin und Regisseurin Amy Bronson wichtig war, nämlich die Gefühle, die Emotionen. Sie selbst sagte, dass sie nicht gern mit der Kamera rumwackeln wollte, sie lieber den „stillen Moment“ einfangen wollte. Das sieht man und ich finde es gut. Es geht nicht um das Offensichtliche und dafür bin ich bekanntlich sehr empfänglich.

Ja, ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken. Über diesen Kurzfilm. Wirklich beeindruckend.

Links:
Backstroke.com
LogoTV.com-Interview
Niki Nielsen

Originalbericht bei Cici-Online.de.

Lady Gaga – Born This Way: Die Analyse

25/03/2011 1 Kommentar

bornthiswayLady Gaga macht immer das, was man nicht erwartet. Beispielsweise: Dachte man bei „Alejandro“ nicht an Sommer, Venedig und Wasser? Das Video war dann dunkel, kalt und hat es nicht sogar geschneit? Und dann kommt ihre neue Single „Born This Way“. Hier werden wieder Vergleiche mit Madonna angestellt, aber wenn man sich das Video ansieht, dann wird jeder eines Besseren belehrt. Wie gewohnt ist es sehr trashig, aber es kommt noch schlimmer, denn auch hier passt der Songtext nicht zu dem, was wir sehen. „Born This Way“ sei ein Lied, dass unseren „Lebensstil“ unterstützt. Kurz gesagt: „So wie du bist, bist du halt zur Welt gekommen. So ist es halt! Liebe dich selbst!“ Diese Aussage ist gar nicht schlecht, obwohl ich die Auslegung im Bezug auf Transgender nicht ganz so toll finde. Erst heißt es, dass man so geboren sei und zufrieden sein soll und dann im gleichen Atemzug wird beiläufig „Transgender“ erwähnt. Gerade diese Menschen fühlen sich eben nicht wohl, wie sie geboren wurden, glauben bzw. sind davon überzeugt im falschen Körper zu leben. Diese Männer und Frauen finden es nicht schön, so geboren zu sein. Sie fühlen sich auch nicht perfekt, egal wie lang der Sch* oder wie groß die Brüste sind.

ladygagabornthisway_alienDas Lied ist auch „religiös“. Du bist perfekt, weil „er“ dich so gemacht hat und dass „er“ keine Fehler macht. Na gut, wenn Gott uns so gemacht hat und wir perfekt sind, so wie wir sind, warum mag die Kirche uns dann nicht? Warum werden wir nicht akzeptiert?
Ja…, es ist auch egal, welche Abstammung wir haben oder welche Hautfarbe – so sind wir nunmal geboren worden, sagt Gaga.
Ein Song für „Randgrüppler“. Hört man den Song also nur, dann ist es wahrlich eine Hymne. Es ist gut, macht Laune. Die Melodie reißt mit, man will am liebsten aufstehen und tanzen! Ich gebe sogar zu, dass es für mich, eines ihrer besten Ohrwürmer-Songs ist. Aber wenn man den Clip sieht?

Das Video beginnt schon mal eklig, mit der Geburt von Gaga als Wachsmännle. Bei der Geburt dürfen wir dabei sein. Gagas Knochen stehen hervor, sie sieht erschreckend aus und dann tanzt sie. Alles in dem Video ist grotesk. „Kunst“ sagen einige. Als ich den Clip das erste Mal sah, war ich anderer Meinung. Ich war verstört. Wirklich verstört.

ladygagabornthisway_skelettLieb dich so wie du bist. Gaga ist in dem Video „verunstaltet“, ja, hässlich. Wenn man so aussieht, sollte man nicht vergessen sich selbst zu lieben und zu akzeptieren. Egal, ob dich jeder schief ansieht, du in der Schule fertig gemacht wirst und vielleicht nie einen Freund oder eine Freundin abkriegst, weil man sich vor dir ekelt. Und wenn du ein Homo bist, dann ist das halt auch so. Warum macht man sich selbst Probleme? Scheiß auf gesellschaftlichen Druck, den Verlust von Freunden (die dann natürlich keine sind) und die großen Ängste die man vielleicht hat.
Wenn man eine andere Hautfarbe hat, kann man dann ignorieren, wenn irgendwelche Deppen einen auf Rassist machen? Ob man sich nun selbst liebt, so geboren wurde oder nicht.

Ich weiß ja nicht, aber wenn ich so darüber nachdenke, interpretiere ich das Lied …falsch? Ich denke einfach, dass Gaga die Sache nicht ganz zu Ende gedacht hat. Klar sollte man sich selbst lieben und zu dem stehen was man ist. Jeder ist für sich schön. Aber gegen das was von außen „drückt“ – dagegen muss man erst mal bestehen.

Ich finde es nicht okay, einen auf „Missgeburt“ und „Alien“ zu machen und dies mit Homos und ausländisch aussehenden Leuten zu verbinden. Aber das ist Gaga. Immer in entgegengesetzter Richtung.

Nichtsdestotrotz mag ich ihre Musik. Obwohl sie den Text zu „Born This Way“ nicht ganz durchdacht hat.

Das 7-Minütige Video gibt es bei MyVideo.de.

Die ist wie immer eine „Abschrift“ von meinem Hauptblog bei Cici-Online.de.

Kategorien:Musik