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Alison Grey: Zwei Seiten – Kurzbeschreibung

zweiseitencoverViele Menschen sind auf der Suche nach sich selbst und fragen sich: Wer bin ich? Wo will ich hin? Ist das das Leben, das ich führen will?

In Alison Greys Buch „Zwei Seiten“ geht es im Wesentlichen um das Thema „Selbstbetrug“ und „Selbstfindung“.
Die Hauptprotagonistin Scarlett Winter wird als junges Mädchen durch ihr Elternhaus geprägt. Dort lernt sie, insbesondere von ihrem Vater, dass es Männer und Frauen gibt, die sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen. Und das ist eine Abscheulichkeit. Es ist falsch. Mit diesem Wissen wächst die junge Scarlett auf und bildet ihre „eigene“ Meinung zu dem Thema.

Ihre Beziehungen laufen allesamt nicht gut und sie beschreibt sich nicht unbedingt als glücklich. Sie geht eine Beziehung mit Oliver ein, welcher eine Schwester hat, die ausgerechnet lesbisch ist. Scarlett fühlt sich schon zu Beginn bedroht von Julias Anwesenheit, hat jedoch Mitleid, weil Julia immerhin krank ist.

Es beginnt die typische Geschichte einer homophoben Einstellung, aber Julia ist schlagfertig. Scarlett lernt Julia jedoch besser kennen und baut im Verlauf der Geschichte nach und nach ihre Vorurteile gegenüber Homosexuellen ab, zunächst aber nur was Julia betrifft und beginnt plötzlich auch ihr eigenes Ich näher zu betrachten. Immer wieder liest man den Satz „Was ist nur los mit mir?“
Julia bringt Scarletts ganzes Homoweltbild komplett durcheinander.

Scarlett fühlt sich immer mehr zu Julia hingezogen und steht einem Kampf gegen ihre „eigenen?“ Überzeugung und Wertvorstellung gegenüber. Und auch Julia hat es nicht leicht, immerhin ist Scarlett mit ihrem Bruder zusammen. Darf sie sich in Scarlett verlieben? …Aber wie endet die Geschichte?

Fazit

Die Leserinnen meines Blogs wissen, dass ich gerne alles bis ins kleinste Detail auseinandernehme, aber in diesem Fall muss ich unbedingt empfehlen das Buch zu kaufen! Die 363 Seiten schienen mir viel zu kurz, weil ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Ich war, glaube ich, selten so gefesselt von einer Geschichte, wie von dieser. Ich hab in jeder freien Minute gelesen und wenn ich es weglegen wollte, hab ich es sogleich wieder genommen und doch weitergelesen.

Der Schreibstil gefällt mir, er erinnert mich an meinen eigenen, wenn ich „Geschichten“ schreibe. Die Autorin bringt die Dinge auf den Punkt und schreibt nicht erst 20 Seiten darüber wie die Blätter im Wind rascheln o. ä. Auch weiß die Autorin, wie man Spannung aufbaut und hält, wobei mich das in den Wahnsinn getrieben hat. Hut ab vor dieser Ausdauer. Da kann ich noch einiges lernen. Die homophobe Art und Weise finde ich sehr gut dargestellt, wenn man auch meint, dass das etwas drastisch sei oder gar unrealistisch. Das finde ich nicht. Das Buch sollten auch diejenigen lesen, die tatsächlich meinen, dass Homosexualität krank ist und die Menschen die das ausleben „krank“ sind und ja schließlich etwas gegen diese Krankheit tun könnten.

Die € 12,90, die das Buch kostet, sind seeeeehr gut angelegt.

„Richtig verbunden“ ist ebenfalls ein Roman von ihr. Leider etwas kürzer die Geschichte. Ich glaube knapp 100 Seiten hatte es. War auch gut, aber „Zwei Seiten“ war um Längen besser!

Ich hoffe Grey schreibt noch mehr! Zumindest gibt es die Möglichkeit IHR zu schreiben: Alison-Grey[at]web.de.

Hier die Seite des Verlags über die Autorin: Ylva Verlag

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Kategorien:Bücher, Frauensache
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