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Backstroke – Kurzfilm

Julie, die gerade in einer psychiatrischen Klinik ist, begegnet dort Rome, ihrer Ex-Freundin, von der sie dachte, sie sei tot. Rome wird durch einen Autounfall zu früh aus Julies Leben gerissen, denn vor dem Unfall waren sie glücklich und verliebt. Jetzt begegnet Julie Rome in der Klinik, aber Rome leidet unter Amnesie und kann sich weder an Julie, noch an ihrer Beziehung zueinander erinnern.

Wird sich Rome wieder erinnern?

Backstroke (20:30 Min.): 
Hier ansehen!

Ich bin Kurzfilmen meistens nicht positiv gegenüber eingestellt. Es stört mich nicht einmal, dass die meisten Filme mit einem geringen Budget gemacht wurden, sondern dass die backstrokeschauspielerische Leistung oft mehr als grottig ist.

Niki Nielsen (Julie) jedoch, hat mich umgehauen. Sie hat das so gut dargestellt, dass mir teilweise die Luft wegblieb. Den Schmerz, den Julie fühlt, konnte sie wunderbar auf den Zuschauer – auf mich – übertragen.

Ich will gar nicht sagen, wie der Film endet – der im Übrigen gar nicht mal so neu ist, 2006/2007 glaube ich -, weil ihr ihn euch selbst anschauen müsst. Jedenfalls, nachdem ich positiv/negativ überrascht/enttäuscht war, ist mir beim längeren Grübeln klar geworden, was die Autorin und Regisseurin Amy Bronson wichtig war, nämlich die Gefühle, die Emotionen. Sie selbst sagte, dass sie nicht gern mit der Kamera rumwackeln wollte, sie lieber den „stillen Moment“ einfangen wollte. Das sieht man und ich finde es gut. Es geht nicht um das Offensichtliche und dafür bin ich bekanntlich sehr empfänglich.

Ja, ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken. Über diesen Kurzfilm. Wirklich beeindruckend.

Links:
Backstroke.com
LogoTV.com-Interview
Niki Nielsen

Originalbericht bei Cici-Online.de.

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Bloomington – Inhalt und Meinung

20/01/2011 Kommentare aus

Um euch den Kauf der DVD am 29.03.2011 schmackhafter zu machen, dachte ich, es wäre vielleicht doch sinnvoll ein Review – oder sagen wir Inhaltsangabe – darüber zu verfassen. Etwas an dieser Geschichte ist es wert, darüber zu schreiben. Ich warne euch allerdings vor: Spoilergefahr! Ich lasse nichts aus. Wer also nicht wissen will, was passiert, sollte bei der Kurzbeschreibung bleiben.

Der Film beginnt damit, dass Jacqueline „Jackie“ Kirk (Sarah Stouffer) sich gerade im College einschreibt. Sie sitzt beim Direktor, der ihr die Kurse zuteilt. Catherine Stark (Allison McAtee) kommt in das Zimmer. Hier begegnen sich die Studentin und die Professorin das erste Mal. Jackie schaut Catherine interessiert an, wahrscheinlich weil diese ziemlich dominant erscheint. Die Haare hochgesteckt und sehr streng wirkend. Faszinierend. Sie werfen sich einen Blick und ein kurzes Lächeln zu.
Nachdem Jackie eingeschrieben ist, schließt sie sich einer  Lerngruppe an. Dort erfährt sie schnell, was die Leute über Catherine denken. Einige behaupten sie sei im Zeugenschutzprogramm weil ihr Vater bei der Mafia sei, andere behaupten sie sei in Wahrheit ein Vampir, aber wo sich jeder einig ist: Sie schläft mit ihren Studenten. Jackie fragt einen der Jungen, ob sie es schon mal mit ihm probiert habe, muss dann aber erfahren, dass Jungs wohl nicht ganz Catherines Geschmack sind, obwohl man gehört habe, sie stehe auf beides.
Jackie telefoniert später mit ihrer Mutter, welche erneut ihre Bedenken äußert, über die Lust ihrer Tochter, plötzlich studieren zu wollen. Wenn Jackie zu Hause sei, so die Mutter, würden die Leute nicht so neugierig sein. Sie ist nämlich kein gewöhnliches Mädchen, sondern eine Schauspielerin dessen Serie „Neptune 26“ eingestellt wurde. Sie ist also berühmt, weshalb sie auch als einziger „Freshman“ ein Einzelzimmer auf dem Campus bekommen hat.
Die zweite Begegnung mit Catherine hat Jackie, als diese gerade mit einen Stapel Bücher ihr Büro aufschließen will und offensichtlich Hilfe benötigt um die Tür aufzubekommen. Jackie sieht das und hilft der Professorin. Hierbei kommen sie kurz ins Gespräch. Es ist nicht zu übersehen, dass Jackie nervös ist, was Catherine zu einem Schmunzeln veranlasst. In dem Gespräch geht es um ein 0754Elektroschockgerät aus dem Jahre 1940, welches die junge Studentin entdeckt hat. Stark erklärt ihr was es damit auf sich hat und wofür es verwendet wurde.
„Woher haben Sie das?“
„Gestohlen“, meint Catherine und tut ganz geheimnisvoll.
Als Jackie einen Kurs hat, ist sie etwas überrascht, dass Professorin Stark den Raum betritt und der Klasse mitteilt, dass sie den Kurs vertretungsweise übernimmt.  Jackie beobachtet. Streng und selbstbewusst tritt Stark der Klasse gegenüber. Sie fragt, was zuletzt durchgenommen wurde, aber keiner traut sich der Professorin zu antworten. Catherine fragt daher ein Mädchen, welches ziemlich nervös wird und stottert. Stark wirkt ungehalten und scheint nicht nachvollziehen zu können, was für ein Problem das Mädchen hat. Einer der Schüler hält es nicht länger aus und sagt, auf welcher Seite im Buch sie gerade sind. Eine andere fragt das Mädchen später, ob sie okay sei, darauf meint sie: „Irre Vampirlesbe!“
An einem anderen Tag steht Jackie mit den beiden Mädchen aus obigem Vorfall draußen. Die beiden sind aus ihrer Lerngruppe. Jackie macht sie auf Catherine aufmerksam, die ein paar Meter von ihnen entfernt steht und sich unterhält. Sie 1256sagt ihnen auch, dass sie bereits mit ihr gesprochen habe. Sie können es nicht fassen, wie gelassen Jackie darüber spricht, immerhin ist Catherine ein irre Vampirlesbe, nicht wahr?  Die Professorin sieht wie eh und je selbstbewusst und streng aus. Das ist der Typ Frau, die in der Geschäftsleitung von großen Firmen sitzt und vor denen sogar Männer Angst haben könnten. (Anmerkung: Solche Frauen sind scharf!!!)
Als sich die beiden von Jackie verabschieden, beobachtet sie die Professorin aus sicherer Entfernung, unschlüssig, ob sie zu ihr rübergehen soll. Catherine unterhält sich gerade mit dem Direktor, hat aber ebenfalls ein Auge auf die Studentin geworfen. Als sie endlich allein dort steht, fasst sich Jackie ein Herz und macht ein paar Schritte auf Catherine zu, doch dann bleibt sie stehen, als sie sieht, dass ein Kollege  diese begrüßt. Jackie zieht sich zurück, versteckt sich vor neugierigen Fans, die sie auf dem Campus entdeckt haben und denkt nach. Plötzlich taucht Catherine auf und stellt sich vor. Auch Jackie stellt sich vor und Catherine fügt gleich hinzu: „Ah, die Berühmte!“ Jackie kontert und sagt etwas in der Art wie „So wie Sie…, was ich 1309über Sie gehört habe!“ Catherine möchte natürlich sofort wissen, was sie denn gehört habe. Sie sagt, dass man ihr geraten habe, sich von ihr fern zu halten. „Oh“, sagt sie und nähert sich Jackie, gerade das Gegenteil von dem, was Jackies Freunde ihr geraten haben, sich eben von der irren Vampirlesbe fernzuhalten. Wenn ich es richtig verstanden habe – also ohne Gewähr – sagt Catherine: „Du solltest besser auf sie hören“. Sie streicht dem Mädchen das Haar zur Seite und nähert sich ihren Lippen. Sie küsst Jackie, welche überrascht darüber ist. Catherine fragt, ob alles okay sei und sie bejaht. Sie lächelt und fragt die Studentin, ob sie mit zu ihr kommen will. „Was?! Nein!“ sagt Jackie, doch in der nächsten Szene ist sie bereits in Starks Haus. Dort gehen sie die Treppe nach oben zu dem Schlafzimmer der Professorin.
Catherine entledigt sich ihres Blazers und geht auf Jackie zu, die an einer Wand gelehnt steht. Sie ist total nervös und weiß nicht, wie sie mit der neuen Situation umgehen soll. Erneut fragt Stark, ob es ihr gut geht, „ja“, antwortet sie.
1524aSie legen sich auf das Bett und Catherine fragt, ob Jackie so etwas schon einmal gemacht habe, woraufhin diese bejaht.
„Hast du?“
„Ich denke schon“.
„Du denkst schon?“ Catherine ist amüsiert darüber. (Und ich auch!)
„Ja, aber ich kann nicht sagen wer es war, sie ist aus der Filmbranche“.
„Möchtest du gehen?“, fragt Catherine, als sie das Gesicht des Mädchens berührt. Nein, sie will bleiben.
„Sag mir, wenn du gehen willst…. Ok. Schließ deine Augen“, sagt sie und küsst Jackie sanft. „Vergiss nicht zu atmen“, fügt Catherine hinzu, weil sie merkt, wie angespannt und nervös das Mädchen ist. Sie fragt, ob sie sich neben Jackie legen dürfte, was sie dann auch tut. Jetzt ist es die Studentin, die die Initiative ergreift und sich auf Catherine setzt. Sie fragt, was sie jetzt tun soll.
Catherine: „Was möchtest du denn tun?“
Jackie: „Ich weiß es nicht“.
Catherine sieht Jackie in die Augen und fragt, ob sie Angst hätte. Sie müsste keine Angst haben. Dann küsst sie Jackie erneut.

Bis hierhin darf ich mir die Bemerkung erlauben, dass die Szene an sich magisch ist. Die gesamte Umsetzung bis hierher aber miserabel und unrealistisch. Ganze zwei Mal begegneten sich die Professorin und Studentin. Beim dritten Mal küsst Catherine Jackie bereits und nimmt sie gleich mit nach Hause? Jackie sieht interessiert aus, aber eben auch unsicher, sehr unsicher. Catherines Charakter wird zu diesem Punkt in keinem guten Licht dargestellt. Ist sie tatsächlich das, was alle behaupten? Eine Frau, die wahllos Studentinnen mit nach Hause nimmt und mit ihnen schläft, auch wenn sie nicht unbedingt bereit dazu erscheinen? Sie zwingt Jackie nicht, andererseits kann sich die Studentin der Professorin aber auch nicht entziehen.

Jackie erwacht wenig später, ob es der nächste Tag ist, oder noch derselbe(?) – jedenfalls weckt sie die schlafende Stark nicht und verlässt das Zimmer. Später auf dem Campus versucht sie zu lernen, kann sich jedoch nicht konzentrieren und 2035ruft Catherine an, um dann wieder aufzulegen. Aber Catherine ist schlau und wählt die Nummer an, die sie auf dem Display gesehen hat. Ihr ist klar, dass es nur Jackie sein kann, weil sie die einzige ist, die eine solche Vorwahl besitzt.
Sie lädt Jackie zu sich ein und sie trinken etwas miteinander. Es entsteht ein Gespräch darüber, dass Catherine denkt, Jackie habe nur begrenzten Kontakt zu Leuten in ihrem Alter. Natürlich verneint sie und sagt, sie habe sehr wohl Kontakt zu Leuten in ihrem Alter. Auf die Frage, auf welche Highschool sie denn gegangen sei, bestätigt sie Catherines Vermutung jedoch, da sie zu Hause unterrichtet wurde. Da sie Schauspielerin ist, war es praktisch unmöglich ein normales Highschoolleben führen zu können.
Catherine: „Du siehst (immer) so ängstlich aus, wenn du hier bist. Ich wünschte du würdest nicht so aussehen“.
Jackie: „Hast du Angst?“
Catherine: „Es wird nichts passieren“.
Jackie: „Woher willst du das wissen?“
Catherine: „Ich weiß es nicht“, und lächelt.

Es geht darum, dass Jackie nicht erwischt werden will. Wenn jemand erfahren würde, dass sie und Catherine etwas miteinander haben, könnte das böse enden. Catherine beruhigt Jackie und die Affäre nimmt ihren Lauf.
Fast jeden Tag ist sie nun bei der Professorin und mit jedem Tag blüht Catherine auf. Das Strenge und Kalte weicht aus ihrem Gesicht, sie ist glücklich. Jackie geht es ebenfalls sehr gut. Jede freie Minute wird für „Kuscheln“ mit der Professorin genutzt. Im Laufe ihrer Liebelei hat Jackie immer weniger Zeit für die Lerngruppe, was natürlich auffällt. Aber aus der sog. „Liebelei“ wird mehr.

Als Jackie zum Essen bei ihrer Mutter eingeladen wird, kommt es zu einem bösen Streit, woraufhin Catherine Jackie abholt und sie tröstet. Dabei werden sie 2716(wahrscheinlich von der Mutter) durch das Fenster beobachtet. Es stört Catherine nicht, trotzdem will sie zurück zum Campus, bzw. zu ihrem Anwesen fahren. Die beiden Frauen unterhalten sich, verbringen einen schönen Abend mit Essen und Wein am Kaminfeuer. In dieser Unterhaltung geht es vor allem darum, ob Jackie je wieder schauspielern möchte.
„Ich bin mir nicht sicher“. Später fällt sie über Catherine her und umgekehrt.
Für mich wirkt der Verlauf gleichberechtigend. Es besteht nun ein großer Unterschied zu den Anfangsszenen, als Jackie schüchtern, unsicher und nervös wirkte. Catherine und Jackie wirken wir gleichberechtigte Partnerinnen und sind glücklich miteinander.
Doch wo sich hier und da das Glück auftut, bekommt Jackie insbesondere immer mehr Probleme mit ihrer Lerngruppe. Die Mitstudenten wundert es, dass Jackie so gute Noten hat, obwohl sie es ja eigentlich nicht nötig habe, überhaupt auf ein College zu gehen, weil, wie Sandy sagt, sie ja schon eine Karriere hat.

In der nächsten Szene ist Jackie erneut bei Catherine und badet, während Catherine ihren Rücken einseift. Sie unterhalten sich über Catherines Eltern, die, wenn ich das richtig verstanden habe, bei einem Flugzeugunglück ums Leben 3418kamen, als sie gerade 15 war. Vielleicht geht es auch um den 16 jährigen Bruder (mein Englisch ist nicht perfekt). Seither hat sie angst zu fliegen, sie fliegt nur, wenn sie muss, aber sie mag es nicht. Jackie verrät Catherine, dass sie eine Fluglizenz hat, die sie berufsbedingt kostenlos machen konnte.
Das Gespräch geht  dann in eine andere Richtung. Jackie fragt ob es wahr sei, dass schon mal ein Student in Catherines Kofferraum lag.
„Das sagen die Leute? Was noch?“
Jackie erzählt von dem Zeugenschutzprogramm und dass Catherine als Vampir bezeichnet wird. Catherine findet, dass dies ein wirklich interessanter Hintergrund ihrer Persönlichkeit ist. Das Gespräch wird ernster, als Jackie fragt, wie viele vor ihr schon mit ihr zusammen waren.
Catherine: „Ich weiß es nicht“.
Sie wirkt verletzt, als spreche sie nicht gern darüber.
Jackie: „Was ist mit ihnen passiert?“
Catherine zählt auf: „Es war vorbei. Sie verließen mich….
Jackie: „Ist es mit mir etwas anderes?“
Catherine: „Würdest du mir glauben, wenn ich dir sage, ‚ja‘?“

Hier fängt der Film an, noch interessanter zu werden. Es fasziniert mich, wie Catherines harte Schale sich in Luft auflöst und man versteht, warum sie so ist, wie sie ist. Sie hat offensichtlich viel verloren und wurde oft verletzt. Viele Studentinnen, scheinen sie verlassen, vielleicht sogar nur ausgenutzt zu haben – nicht umgekehrt. Bevor Catherine Jackie kennenlernte, war da diese Mauer, die sie um sich herum aufgebaut hat. Durch Jackie fühlt sich Catherine nun lebendiger. Diese Badewannenszene stört mich dennoch, aber nicht auf Grund der Dialoge. Dazu später vielleicht mehr.

In der darauffolgenden Szene sitzen die beiden in der Campusbibliothek. Catherine arbeitet gerade an einem Artikel und erklärt Jackie auf ihre Nachfrage hin, worum es darin geht.
„Es basiert auf die Theorie der Selbstverleumdung“, sagt sie und führt weiter aus. 3742Um Jackie ihre Theorie beweisen zu können möchte sie, dass sie sich auf den Tisch setzt, damit Catherine ihr zeigen kann, was sie damit meint.
„Du bist immer sehr ruhig, wenn wir Sex haben“, sagte Catherine.
„Ist das ein Problem?“
„Nein. Ich frage mich nur, warum. Das ist alles. Daher frage ich mich: Wenn du so ruhig bist, obwohl du es gar nicht sein musst, wie ist es dann, wenn du wirklich ruhig sein musst?“
Sie fasst Jackie an den Reißverschluss. Jackie ist entsetzt, immerhin könnten sie erwischt werden, doch genau darum geht es Catherine. Sie möchte ihre Theorie beweisen. Schafft es Jackie ruhig zu bleiben, wenn sie muss?
Ohne weitere Vorwarnung lässt sie ihre Hand in Jackies Hose verschwinden und diese stöhnt sofort laut auf. Sie kämpft gegen das Stöhnen an, was ihr sichtlich schwer fällt. Catherine lässt nichts aus, um Jackie so richtig heiß zu machen. Doch dann hören sie ein Geräusch und schrecken auf. Catherine lässt von Jackie ab und grinst. Jackie fand das gar nicht lustig (ohne aber ernsthaft böse auf Catherine zu sein).
Als unsere hübsche Professorin Geburtstag hat, unterbreitet Jackie ihr eine Überraschung. Auch sie habe eine Theorie.
Catherine: „Ist das die Rache für die Sache in der Bibliothek?“
Jackie: „Nein, absolut nicht!“
Sie erklärt Catherine, dass es um Ängste besiegen geht. Wenn man beispielsweise Angst vor Monster hat, soll man sich einen Horrorfilm ansehen.
Sie verbindet Catherine die Augen, damit sie die Überraschung nicht zu früh sieht. Wahrscheinlich würde sie dann die Flucht ergreifen.
Die Überraschung befindet sich auf einem Flugplatz. Catherine ist entsetzt, während Jackie ihr das kleine Flugzeug zeigt und mit ihr seine Funktion testet. Vor 4338einen möglichen Flug muss alles ganz genau überprüft werden. Catherine lässt sich rumführen und alles zeigen. Sie scheint alles andere als begeistert zu sein, weil sie ahnt, was gleich mit ihr passieren würde. Richtig, Jackie wird mit ihr fliegen.
Nach dem Ausflug und der Überwindung von Catherines Flugangst liegen die beiden Frauen bei ihr im Bett. Jackie schläft.
Catherine: „Hey, schläfst du?“
Sie dreht sich zu der schlafenden Jackie um und beobachtet, wie sie schläft.
Catherine: „Das war der beste Geburtstag, den ich je hatte und ich mag es so sehr, wenn du hier bist…. Ich liebe dich!“

Wumm! Der Höhepunkt des Films ist erreicht. Bereit für die bittere Wende? Es ist glaubhaft, dass Catherine Jacqueline Kirk liebt. Wie sie diese drei kleinen Worte ausspricht, berührt. Das ist längst keine Affäre oder bloße Liebelei mehr. Dieses Mädchen macht Catherine glücklich und ich bin mir sicher, dass Catherine Stark so etwas für bisher keine Studentin empfunden hat. Jackie ist etwas besonderes. Diesen Werdegang bis dahin (43:43) ist beeindruckend und besser umgesetzt, als der plumpe Anfang.

Hier allerdings beginnt jetzt tatsächlich die Wende. Man spürt förmlich, wie sich das Blatt wendet. Diese Wende möchte ich nicht sehr detailliert wiedergeben, trotzdem schildere ich in mehr oder minder kurzen Worten, was passiert:

Jackie, die sich ihrem Studium widmen und von der Schauspielerei eigentlich Abstand nehmen will – dies hat sie Catherine so auch geschildert – bekommt einen Anruf von ihrem Agenten Wade. Der erzählt ihr von einem Neptune 26 Film basierend auf die Serie. Sie sollte sich das Skript mal durchlesen und vielleicht wird sie für die Rolle genommen. Jackie bleibt anfangs stark und lehnt ab. Doch 4729der Agent redet auf sie ein und so willigt auch sie ein, sich das Skript durchzulesen und später vorzusprechen.
Als Catherine davon erfährt ist sie nicht glücklich darüber. Jackie muss für ein paar Tage über Weihnachten nach Los Angeles und wird Catherine nicht sehen können. Ganz plötzlich erkennen wir die alte Catherine wieder, diejenige, die ein kaltes Gesicht aufsetzt und so tut, als könne ihr nichts etwas anhaben. Jackie ist sich noch unschlüssig ob sie vorsprechen soll. Immerhin werden da noch viele andere vorsprechen.
„Ich denke du solltest es tun“, sagt Catherine und lenkt dann vom Thema ab. Jetzt wird es frostig.
Nach den Testaufnahmen von Jackie wird sie zu einer Dinnerparty der Produzenten eingeladen. Wade, ihr Agent, möchte, dass Jackie dort hingeht. Catherine begleitet sie und fragt, wie sie sich vorstellen soll. Jackie schlägt vor „als eine Freundin vom College“. Das passt ihr gar nicht. Als sie die Dinnerparty betreten, stellt Jackie Catherine als Freundin vor. (Friend, nicht Girlfriend). Es dauert nicht lange, da muss sich die Schauspielerin einigen Hardcorefans stellen. Sie lässt Catherine stehen. Eine der Gastgeberin bietet ihr Wein an und fragt, woher sie Jackie kennen würde.
„Von der Schule“, sagt Catherine.
„Ah, Sie gehen zusammen zur Schule?“
„Nein“.
Es ist wahnsinnig, wie kalt Catherine ist. Sie beobachtet Jackie, wie sie sich gerade unterhält. Sie wirkt verletzt.

Als die beiden später zu Hause sind, kommt es zu einem Streit. Der Streit beginnt damit, dass Catherine Jackie „Jacqueline“ nennt.

Catherine: „Das ist doch dein Name, oder?!“
Jackie: „Warum tust du das? Ich dachte, du würdest dich für mich freuen“.
010141Catherine: „Was kümmert es dich, was ich denke, wenn du eh gehst?“
Jackie: „Was hat das zu bedeuten?“
Catherine: „Was denkst du, was das bedeutet!?“
Jackie: „Denkst du wir trennen uns, nur weil ich irgendwo einen Job annehme?“
Dann spricht Jackie über Fernbeziehungen, dass sie nicht das einzige Paar sind, das eine Fernbeziehung führt.
Catherine: „Ah, wir sind jetzt ein Paar?!“
Jackie: „Das ist das Letzte“.
Catherine:  „Tut mir leid, ich wollte nicht… können wir darüber einfach morgen früh weiterreden?“
Jackie: „Nein. Wir reden jetzt darüber!“
Jetzt wird es laut.

Catherine versucht Jackie klar zu machen, dass sie mal genau darüber nachdenken soll. Kalifornien sei auf der anderen Seite des Landes, weit weit weg. Wie oft wird Jackie wohl Zeit haben um schnell mal zu Catherine zu fliegen und sie zu besuchen? Jackie meint, dass das sicher gehen würde, wenn sie mal Zeit zwischendrin hat.

Catherine: „Ok. Angenommen das ist so. Was machen wir, wenn du hier her kommst?“
Jackie: „Ich weiß nicht? Das was wir immer tun?!“
Catherine: „Und was ist, wenn du jemanden siehst, der dich kennt? Sagst du dann, dass wir Collegefreunde seien?! Ich meine, wer würde so oft irgendwo hinfliegen, nur um eine Freundin zu besuchen?“
Jackie: „Darum geht es? Deshalb bist du besorgt? Ich steh 100 %ig hinter dir. Ich kann das nicht sofort Publik machen, aber ich kann dir versprechen, dass dies niemals der Grund für eine Trennung wäre. Sagen wir mal, dass spekuliert wird und es gibt dann Artikel und Fotos – damit muss ich umgehen, weil ich denke, dass du es Wert bist“.
Catherine: „Ich will nicht, dass es bekannt wird“.
Jackie: „Ja, da stimme ich dir zu. Wir müssen auf den richtigen Zeitpunkt warten“.
Catherine: „Nein Jackie, es gibt keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt. Vielleicht denke ich einfach, dass du es nicht Wert bist“.

Was für eine Konversation. Jackie öffnet sich, gesteht im Subtext, dass sie Catherine liebt und alles tun würde, damit die Beziehung hält und Catherine öffnet sich ebenfalls, doch als sie merkt, dass sie sich zu sehr öffnet, wird sie gemein. Die Beziehung ist damit wohl beendet.

Als Jackie nach einem Streit mit Sandy (aus der Lerngruppe) ein blaues Auge 010347davon trägt, geht sie zu Catherine, welche sie selbstverständlich in ihr Haus lässt. Paparazzis machen Fotos davon, wie Jackie in Catherines Haus geht. Catherine ist hübsch gekleidet, es ist unschwer zu erkennen, dass sie ausgeht.
„Gehst du allein?“
„Nein“.
„Mit wem gehst du?“
„Das geht dich nichts an“, sagt Catherine.
„Kann ich mit dir stattdessen gehen?“
„Nein!“
Jetzt beginnen sie erneut zu streiten und dieses Mal geht der Streit richtig unter die Gürtellinie. Jackie prahlt davon, dass sie ihr eigenes Geld macht und nicht auf Kosten anderer lebt, so wie Catherine. (Leben die Eltern also doch? Das Haus hat sie jedenfalls nicht selbst gekauft). Catherine bietet Jackie an bei ihr zu bleiben und Fernsehen zu gucken. Neptune 26 würde laufen. Viel Spaß und Tschüß. Wumm!

Am allerschlimmsten ist jedoch, als Catherine nachts Heim kommt und Jackie gerade auf der Couch liegt und tatsächlich ihre Serie guckt. Catherines 010519Begleitung, ein Mann, bemerkt Jackie.
„Du hast da jemanden auf der Couch liegen“.
Catherine tut ganz verwundert, obwohl der Fernseher läuft und sie weiß, dass Jackie dort liegt. Diese richtet sich auf, während Catherine dem Mann erklärt, wer das Mädchen auf der Couch ist.
„Oh, ja. Das ist das KIND von dieser Fernsehserie ‚Saturn‘ oder wie die heißt. Weißt du was? Geh doch einfach schon mal nach oben“, sagt sie dem Mann und richtet ihren Blick auf Jackie: „Bitte mach den Fernseher aus, wenn du fertig bist mit deinen Cartoons, okay?“

Oh mein Gott, hat mich dieser Spruch schockiert. Das ist so bösartig. Catherine ist wie Eis, nur kälter. Plötzlich versetzt sie Jackie zurück als kleines Schulmädchen und nicht als gleichberechtigte junge Frau.  Allein die Tatsache, dass sie einen Mann anschleppt und Jackie damit offensichtlich treffen will, ist schon bösartig. Das sitzt. Jackie geht.
010906Jeder geht seinen eigenen Weg. Jackie dreht ihr Filmchen, während Catherine leidet.
Als Jackie wieder zum Campus zurückkehrt, geht sie auf eine Party. Der Junge aus der Lerngruppe, Ray, hat ein Auge auf sie geworfen. Sie schläft mit ihm. (Völlig unnötig). Jackie scheint sich aber nicht mehr daraus zu machen.
Catherine hat derweil mit anderen Dingen zu kämpfen. Liebeskummer und Leere. Sie kann nicht einmal mehr vor der Klasse die Fassade aufrecht erhalten und ist während eines Kurses den Tränen nahe. Die Studenten beachten Stark nicht und verlassen einfach den Raum. Catherine ist allein.
Zu allem Übel wird sie in das Büro des Direktors bestellt. Dieser zeigte ihr die Aufnahmen, die die Paparazzi einst gemacht hat, an dem Tag, als Jackie mit dem blauen Auge bei Catherine auftauchte. Es ist offensichtlich, dass Catherine mit der Studentin etwas laufen hat(te). Er legt ihr wohl nahe zu kündigen.

Zufällig begegnen sich Jackie und Catherine beim Sekretariat des Campus.
Als sei nichts gewesen, begrüßen sie sich (distanziert) und lächeln.

Jackie: „Wie geht es mit deinem Artikel voran?“
Catherine: „Gut!“
Jackie:  „Das ist gut“.
Catherine: „Ja“.
Jackie: „Wie geht es Ethan?“ (Das ist Catherines Golden Retriever).
Catherine: „Ihm geht es gut!“
Catherine lächelt.
Jackie: „Gut!“
Catherine: „Du verlässt das College?“
Jackie: „Ja. Du auch?“
Catherine: „Ja…“.
Catherine verabschiedet sich.
„Also. Viel Glück, falls ich dich nicht mehr sehen sollte“ und geht.

Beide benehmen sich wie Schulmädchen. Schüchterner Smalltalk, belangloses 011504Zeug, aber vollkommen nachvollziehbar. Wäre es ratsam sofort wieder mit den alten Problemen zu beginnen? Wohl kaum. Als Jackie wenig später aus dem Sekretariat kommt, erscheint Catherine wieder.

„Hey Neptune!“
„Was ist mit Saturn?“
Gut so, Jackie. Gut so. Man erinnere sich an die Boshaftigkeit von Catherine, als Jackie auf ihrer Couch saß und als „Kind aus dieser Fernsehserie“ bezeichnet wurde.
„Machst du gerade irgendetwas Bestimmtes?“
„Nein, nicht wirklich und du?“

Szenenübergang zu dem berühmten Schlafzimmer der Professorin. Jackie muss Catherine wohl irgendwie festgehalten haben, da Catherine folgendes sagt:
„Ah, du bist stärker als du aussiehst“.
Jackie gibt damit an, dass sie jetzt mehr Kraft habe, da sie einen Personaltrainer hatte.
„Nett“, meint Catherine und berührt Jackies Bauch.
„Hasst du mich für das, was mit dir geschehen ist?“
(Weil Catherine ihren Job hinschmeißen musste).
„Nein“, sagt Catherine, „nein, ich hasse dich nicht!“
Sie nimmt Jackies Hände und zieht sie zu sich um sie zu küssen.

Nachdem sie miteinander geschlafen haben liegen sie im Bett und reden.
Catherine streicht Jackie das Haar zu Seite.

Catherine: „Das wollte ich schon beim ersten Mal machen, als ich dich in Hecks 011635Büro gesehen habe“ (Der Direktor).
Catherine lacht.
Catherine: „Und das erste Mal, als du her kamst, ich erinnere mich dass ich dachte: Oh mein Gott sie wird einen Herzinfarkt bekommen und sterben!“
Jackie lacht ungläubig: „Was?!“
Catherine: „Ach komm! Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so erschrocken wirkte wie du!“
Jackie: „Ich hatte keine Angst!“
Catherine: „Ach wirklich? ….faking it for my benefit?“ (Zu meinem Nutzen nur so getan?).
Jackie: „Ok, vielleicht war ich ein bisschen erschrocken!“

Möglicherweise liegt es an der Uhrzeit, da ich dieses Review schreibe oder einfach, weil ich keine Ahnung habe, wie man die nachfolgende Konversation richtig übersetzt, aber ich kriege einfach nicht zusammen, was gesprochen wird, daher lassen wir diesen Dialog aus. Einzig den Witz den Jackie macht: „Ja, du bist ja alt genug“…das kriege ich noch zusammen.

Jackie: „Ich sollte gehen und noch etwas schlafen.“
011759Catherine: „Wirklich? Ich dachte dein Flug geht erst morgen Nacht?“
Jackie: „Nein, aber ich habe morgen früh ein Interview….“
Das Ende naht.
Jackie: „Was wirst du jetzt machen?“
Catherine: „Ich weiß es nicht, aber mir wird es gut gehen“.
Beide kämpfen nun mit Tränen.
Jackie: „Du hast meine Nummer! … Pass auf dich auf, okay?“
Catherine nickt. „Du auch“, und sie umarmen sich.
Jackie geht und Catherine sitzt allein auf dem Bett und weint.

Als Jackie auf dem Campus das besagte Interview führt, beobachtet Catherine von ihrem Büro aus das Geschehen. Sie ist gerade damit beschäftigt das Zimmer zu räumen. Als Catherine Jackie vom Fenster aus beobachtet, sieht man den Schmerz in ihrem Gesicht. Dann wendet sie sich von dem Fenster ab.
Jackie sieht nach dem Interview zum Fenster rauf, als ob die vergangene Zeit und all die Erinnerungen noch mal an ihr vorbeiziehen und verlässt dann den Campus….

„Bloomington“ feiert seinen Abspann. Ein Film ohne Happy End und dennoch ist der Nachgeschmack nicht allzu bitter. Wir wissen, es besteht die Möglichkeit, dass Jackie und Catherine sich sehen werden, wenn sie wollen. Keine der beiden ist gestorben oder hat sich anderweitig verliebt (beispielsweise in einen Mann, wie es üblich ist, bei solchen Filmen).
Die Besetzung der Darstellerinnen hat mich anfangs gestört, da Sarah Stouffer so furchtbar jung aussieht. Wer aber ein College besucht, kann ja keine 16 mehr sein, außer man ist schrecklich intelligent. Das hat mich dann etwas beruhigt. Laut Inhaltsangabe der offiziellen Seite zum Film ist Jackie 22(!), also vertretbar oder?

Das Drehbuch zu „Bloomington“ ist im Grunde sehr gut geschrieben und auch die Umsetzung geht in Ordnung, außer der plumpe Anfang… Es gab viele gute Dialoge und viel Subtext. Anschauliche Liebesszenen gab es keine, nur Andeutungen und Blenden, aber ich finde das okay. Meine Lieblingsszene in dieser Richtung war in der Bibliothek.

Allison McAtee’s (Catherine Stark) schauspielerische Leistung ist grandios gewesen. Wenn ihr den Film guckt, müsst ihr auf ihr Gesicht achten und die Art, wie ihr Charakter sich verändert. Davon war ich am meisten begeistert.

Fernanda Cardoso, Autorin, Director und Editor des Films hat eine tolle Geschichte entworfen. Ähnlichkeiten zu „Loving Annabelle“ konnte ich kaum mehr erkennen.
Nach meiner Kenntnis wurde der Film mit wenig Mitteln finanziert. Der Kauf der DVD lohnt sich und man trägt etwas dazu bei.
Wer das schätzt, was man nicht immer offensichtlich sieht, wird den Film mögen. Es geht um zwischenmenschliche Beziehungen und das Gefühl, wenn die Liebe befreit…

Slideshow:

Filmvorschau: Elena Undone

13/06/2010 4 Kommentare

elenaundone00 Auf der Suche nach neuen tollen Filmen, stieß ich auf „Elena Undone“. Schon der Titel unterstreicht meiner Meinung nach den wahrhaften Sinn dieses Films. Dem Trailer könnte man entnehmen, dass sich Elena (Necar Zadegan, bekannt auch aus „24“) und  Peyton (Traci Dinwiddie, bekannt aus “Supernatural”) auf einer Veranstaltung kennen lernen, bei der es  um „Seelenverwandtschaft“ geht. Peyton ist eine offen lesbische Autorin und Elena die Frau eines Pastors.
Schon bei der ersten Begegnung findet Elena heraus, dass Peyton lesbisch ist und gibt dieser zu verstehen, dass sie kein Problem damit hat. Wie es häufig der Fall ist, wenn Heterofrauen Lesben kennen lernen beginnen sie darüber nachzudenken, wie es mit einer Frau sein könnte. Zunächst aber entwickelt sich zwischen Peyton und Elena eine tiefe Freundschaft, bei der Elena nach wie vor meint, nicht lesbisch zu sein. Im Trailer hören wir Elena sagen: „Ich habe noch nie eine Frau geküsst“ und Peyton antwortet: „Möglicherweise weil du hetero bist!“ Und obwohl Elena meint, dies zu sein, werden ihre Gedanken und Gefühle immer stärker. Wie man ebenfalls dem Trailer entnehmen konnte, telefoniert Elena mit Peyton und sagt, sie wolle sie sehen. Im selben Moment kommt ihr Mann nach Hause und sie legt sofort auf. Schon hier wird klar: Wenn es sich um eine ganz normale Freundin handeln würde, dann würde keiner auflegen, sobald der Partner nach Hause kommt.
Später kommt es natürlich doch zum Kuss und Elena will mehr.
Jetzt beginnt sie auch darüber nachzudenken, ob sie ihren Mann verlassen sollte oder mit Peyton zusammen sein will.

Der Trailer bzw. der Film hat mich schon vom ersten Augenblick mit seiner Story auf seiner Seite gehabt. Das beste daran ist wahrscheinlich auch, dass die Autorin des Films, elenaundone02 Nicole Conn, lesbisch ist und ihre Freundin, die Produzentin Marina Rice Bader zufällig auch vom anderen Ufer ist. Beide sind ein Paar. Lesbische Filmemacher wissen, was lesbische Frauen sehen wollen. Jetzt kommt es aber ganz toll: Die Geschichte ist wahr. „Elena Undone“ erzählt die Geschichte von Nicole und Marina. Es dreht sich alles darum, welches Leben sie geführt haben und dass Marina nie gedacht hätte, jemanden wie Nicole zu begegnen: Ihre Seelenverwandte. 11 Jahre war Marina verheiratet, wer glaubt da noch an etwas anderes im Leben?
Sie überlegten, ob die Leute da draußen sich für ihre Geschichte interessieren könnten und ich denke, die Resonanz wird groß sein. Denn wie beide sich selbst schon gefragt haben: Warum gibt es nicht mehr solcher Filme? Daher: Danke für’s Umsetzen der eigenen Story für diesen Film. Wir freuen uns sicher.

Hierzu sei noch kurz angemerkt: Wir man Necar Zadegan für die Rolle der Elena gewinnen konnte ist mir ein Rätsel! Das ist doch mal ein bekanntes Gesicht. Da freue ich mich auch drauf!

Das erste Mal zu sehen sein wird der Film übrigens am 25. Juni 2010 beim San Francisco International LGBT Film Festival. Ich hoffe auf ein zügiges DVD Release!

Links/Trailer:
ElenaUndone.com – Offizielle Seite
Trailer (YouTube)
Der längste Kuss der Filmgeschichte
Der längste Kuss – Fortsetzung

Weitere Links:
Elena Undone @Facebook
Nicole Conn (Writer)
Nicole Conn @Facebook
Marina Rice Bader (Produzentin/Fotografin)
Imdb.com – Necar Zadegan
Imdb.com – Traci Dinwiddie

Ohne Küsse, aber mit schlimmer Lüge: Infam

11/04/2010 2 Kommentare

Bei YouTube sah ich damals ein ganz tolles Musikvideo mit Szenen aus verschiedenen Lesben-Filmen. Einer davon war in schwarz/weiß und offenbarinfam schon ziemlich alt. Was keiner von mir weiß: Heimlich stehe ich auf so alte Schinken in schwarz/weiß. Manchmal ist diese “übertriebene” Schauspielerei genau das, was ich an Drama so schätze. Jedoch habe ich nie ernsthaft einen solchen Film angesehen, weil es mir zu peinlich war und ich ehrlich gesagt auch zu jung war, um wirkliches Interesse daran bekunden zu können. Über eine lesbisch/schwule DVD Collection habe ich herausgefunden, wie der Film heißt, dessen Szene ich in diesem unglaublich tollen Musikvideo gesehen habe: “Infam” (OT: The Children’s Hour, 1961). Ein Film, in welchem Lügen eine Kettenreaktion auslösen, dessen Resultat am Ende die Flucht in den Tod ist.
Worum es konkret geht? Die Geschichte – übrigens für mehrere Oscars nominiert – handelt von zwei Frauen, Karen Wright (Audrey Hepburn) und Martha Dobie (Shirley MacLaine), die sich schon seit sie Teenager waren kennen und später entscheiden eine Privatschule zu gründen. Als sie eines Tages ein Mädchen, welches boshaft und aggressiv ist, wegen etwas bestrafen müssen, erzählt diese ihrer Großmutter, dass die beiden Lehrerinnen eine homosexuelle Beziehung miteinander haben. So ein Skandal spricht sich rum und die Eltern der Kinder nehmen unverzüglich ihre Kinder von dieser Schule. Das Schlimme daran ist, dass es nicht der Wahrheit entspricht, aber den beiden Lehrerinnen niemand Glauben schenkt. Nicht mal auf die Straße können diese sich noch trauen. Das große Finale des Films ist dann, dass Martha gesteht, dass das Mädchen, welches diese Gerüchte in die Welt gesetzt hat zwar gelogen hat, aber sie dadurch erkannt hat, dass es für sie, Martha, wahr ist. Durch dieses Mädchen ist ihr bewusst geworden, was sie sich nie wirklich eingestehen wollte, auch, wenn sie immer wusste, dass ihr nicht vorhandenes Interesse an Männern seltsam war. Und ja, sie liebt Karen tatsächlich. Alle die Gefühle die sie all die Jahre für Karen hegt, brechen aus ihr heraus. Am Ende allerdings, kann Martha mit dieser Schande nicht umgehen und nimmt sich das Leben.

Die Wahrheit:

Leider habe auch ich erfahren, wie der Film ausgeht, da ein knappe Inhaltsangabe alles verraten hat und ich konnte es mir auch nicht verkneifen, diese “bekannte” Szene bei YouTube anzusehen. Trotzdem habe ich den Film (neben “Showgirls” übrigens) gestern bestellt und freue mich sehr ihn sehen zu können. Der Film braucht nicht einmal “Rumgeknutsche” oder andere Liebesszenen um total zu beeindrucken. Ein bisschen wie “Mädchen in Uniform” der ja damals sicher auch nicht ganz skandalfrei blieb. Auch dieser Film beeindruckte mich und hat einen Platz in meinem DVD Regal.
Übrigens habe ich jetzt schon öfter gelesen, dass die beiden Darstellerinnen sich nicht darüber klar waren, was der Film ausgelöst hat oder was er für Lesben hätte sein können oder bedeutet. Shirley MacLaine setzt sich heute für die Rechte von Homosexuellen ein.

Ihr solltet diesen Film auch sehen! Es ist nur folgerichtig, dass ich diesen Bericht schreiben musste. Das ist, wie ihr vielleicht wisst, eben genau mein Ding. Liebe, Drama, Tiefgründigkeit und Gefühle, auch, wenn ich im Grunde alles andere als ein “Schnulzbolle” bin… …Oder?

Original Trailer
Wiki: Infam

Der Tag an dem die Erde stillstand

Ihr wisst ja, dass ich auf Endzeitfilme abfahre. Gestern Abend sah ihr mir einen solchen Film an. Das erste Mal seit langer Zeit wieder mal einen Film gucken, mal was anderes.
Immer wenn ich von „Der Tag an dem die Erde stillstand“ gehört habe, dachte ich an einer Alien Invasion. Das übliche Klischee: Aliens kommen auf die Erde und übernehmen sie. Die Menschen fliehen und sterben („Krieg der Welten“).
Nachdem der Film schon eine Stunde lief, passierte nicht wirklich viel, aber er war so spannend, dass ich gar nicht aufhören konnte zu gucken.

Zum Inhalt:
Keanu Reeves ist Klaatu, ein Außerirdischer der als weißes Männle mit einer großen leuchtenden Kugel auf die Welt kommt. Er beginnt sich zu häuten und siehe da: Keanu’s erster Drehtag!
dertagandemdieerdestillstand Er sagt er sei hier, um die Erde zu retten. Wahnsinnig, oder? Er ist also nicht da, um die Menschheit auszulöschen! Allerdings verhält sich Klaatu distanziert und nicht unbedingt äußerst menschenfreundlich, wie könnte er auch, nachdem er bei seiner Ankunft angeschossen und später auch noch verhört wurde! Er möchte bei der UN vorsprechen und ihnen mitteilen, warum er wirklich da ist, doch die Verteidigungsministerin (gespielt von Kathy Bathes *yeah*) lässt dies nicht zu. Sie traut dem Alien nicht. Indes versucht das Militär den großen Ball zu erkunden, will es sogar beschießen. Aber eine große Figur, die den Ball beschützt, weiß dies zu verhindern. Diese Figur ist riesig und sieht aus wie ein Remake von Robocop! Klaatu erklärt, dass er nur aktiv wird, wenn für ihn oder eben dieser Kugel (Sphäre) Gefahr droht. Die Menschen können es dennoch nicht lassen und schaffen es irgendwie das Ding beim Militär in einem Bunker zu verfrachten, um es dort aufzubohren. Jedoch durchdringt kein Bohrer die Hülle der Figur. Etwas anderes geschieht: Kleine Käfer beginnen den Bohrer aufzufressen. Mit jedem leckeren Biss vermehren sich die Tierchen. Später existiert ein ganzer Schwarm der wirklich alles auffrisst und von Mensch und materiellen Gütern nichts übrig lässt. Also doch Feindschaft!
Helen (Jennifer Connelly) ist die einzige, die von Anfang an Kontakt zu Klaatu herstellen konnte und sie ist es auch, die hinter den wahren Absichten kommt. Dass Klaatu da sei, um die Erde zu retten, sollte wortwörtlich vernommen werden.
Viele anderen kleinen Spähren, eben die Kugeln, sind schon seit Jahrzehnten auf der Erde versteckt. Was sie tun? Sie sammeln Tiere ein, wie eine Arche, was auch Kathy Bathes Charakter feststellen musste. Der Außerirdische ist nicht da, um die Menschen zu retten.

„Dieser Planet stirbt“, sagt er und „ihr werdet euch nie ändern. Wir haben euch beobachtet. So wie ihr miteinander umgeht, so geht ihr auch mit diesem Planeten um“.

„Oh mein Gott! Das meintest du, als du sagtest, du willst die Erde retten!“

Die kleinen Mistkäfer, der Schwarm, frisst sich mittlerweile bis hin zur Stadt. Nicht nur Footballstadien, auch Menschen lösen sich in Luft auf.
Klaatu erkennt jedoch irgendwann, dass Menschen doch Gefühle haben und bereit sind, sich zu ändern.

„Wir ändern uns immer erst, wenn wir am Abgrund stehen“, sagte ein Freund von Helen zu Klaatu und eben das erkannte er plötzlich auch.

„Du musst es aufhalten!“

Und ja, Klaatu schaffte es. Er berührte seine übermächtige Kugel und der Schwarm hörte auf. Starb. Das große Kügelchen verschwand, Helen und ihr Stiefsohn Jacob traten zu der Stelle, an der der Ball stand und…. Abspann (übrigens mit irgendeiner blöden deutschen HipHop Musik, was völlig unpassend nach so einem Erde erschien).

Selbstverständlich fand ich den Film teilweise beeindruckend. Klar, warum! Ich glaube ja schon lange, dass wir Henker unseres eigenen Lebens sind und früher oder später im Dreck ersticken werden. Da bringt es auch nichts, wenn eine ganze Stadt für eine Minute das Licht ausschaltet. Was glaubt ihr, wie viel Strom benötigt wird, wenn all diese Leute das Licht zur selben Zeit wieder einschalten?

Wie ich auch schon in meinem Bericht zu „Wall-E“ anmerkte, gilt dasselbe auch für diesen. Tatsächlich müssen wir immer erst am Abgrund stehen, bevor wir wach werden. Sicher haben wir noch viel Zeit. Umweltschutz funktioniert ja auch nicht kollektiv, stimmt’s?

Der Film bekommt von mir 3,5 von 5 Sternchens.

Trailer

Kategorien:Filme & DVDs

Valentinstag: Mit Staraufgebot

18/12/2009 2 Kommentare

valentinstag Was macht einen guten Film aus? Die Story? Die Lichteffekte? Blauton, heller Ton? Die Specialeffects? Viele Explosionen, die Filmmusik, die Hektik, der Drehort? Das Genre? Irgendwie muss von allem etwas dabei sein. Aber was wirklich reinhaut ist, wenn der Cast voll mit guten Schauspielern ist. Der Vorteil? Sympathie! Wenn dann noch ein Thema, ein Genre benutzt wird, welches jedes Jahr aktuell ist und viele Leute mögen ist der Film fast perfekt. Jetzt muss nur noch die Story sitzen. Ich habe schon länger von „Valentine’s Day“ gehört und jetzt gibt es einen deutschen Teaser zum Film. Mir sind fast die Augen rausgefallen als ich diesen genialen Cast sah. Ich liste auf: Anne Hathaway! Erst gestern sah ich wieder einen Film mit ihr „Passangers“. Wer kennt sie nicht aus „Der Teufel trägt Prada“, „Plötzlich Prinzessin“ oder „Havoc“ u. a.? Ich liebe diese Schauspielerin! Jessica Alba! „Dark Angel“, „Fantastic 4“ oder aber auch „Der Glücksbringer“. Dann haben wir noch die endlos heiße Jessica Biel aus „The Texas Chainsaw Massacre (Remake)“, „Chuck & Larry“. Ashton Kutcher aus „Butterfly Effect“ oder Julia Roberts die man einfach kennen muss, wenn man „Pretty Woman“ gesehen hat und JEDER kennt diesen Film! Bradley Cooper, zuletzt mit „Hangover“ und Serienpartner von Jennifer Garner „Alias“ die ebenfalls in „Valentinstag“ mitspielt und auch aus „Daredevil“ und „Elektra“ bekannt ist. Patrick Dempsey? Da sag ich nur McDreamy sowie auch Eric Dane. Jamie Foxx, welcher schon mit Tom Cruise Taxi fahren durfte oder Queen Latifah! Christine Lakin, die man als jungen Teenager aus „Eine starke Familie“ kennt. Puh… da fällt mir nichts mehr zu ein! Der Trailer, welcher mit der stimmungsvollen Musik der Black Eyed Peas „I Got A Feeling“ unterlegt ist, siehe unten.

Ich glaube den Film muss ich mir ansehen, allein schon wegen den tollen Castangebot!

Links:
Offizielle Seite
Internet Movie Database
Trailer/Teaser (deutsch)

Wall-E – Der Film mit Hintergrund

13/12/2009 1 Kommentar

walle-final-poster Das Thema „Müllentsorgung“ ist schon heute Thema. Es gibt tatsächlich Orte, die von Müllbergen zugedeckt sind, weil beispielsweise die Müllabfuhr streikt… Mein kleiner Bericht handelt von einem Film, den ich mir eigentlich nicht sehr gern ansehen wollte mit der Begründung: „Wall-E sammelt den ganzen Film über Müll ein und macht nur seltsame Geräusche. Wie langweilig!“ Gestern wurde ich aber eines besseren belehrt.

Die Geschichte spielt im Jahr 2000 und hunderte weitere zerquetschte Jahre. Die Erde ist mittlerweile ein toter brauner stinkender Ort und kein menschliches Wesen weit und breit. Große Berge ragen zwischen den Hochhäusern empor, wie Felsen, aber bei näherem Betrachten sieht man, dass es sich um Müllberge handelt, welche fein säuberlich zu viereckigen Kästchen gepresst wurden. Mitten in der verlassenen Stadt rollt ein Roboter durch die Straßen. Wer jetzt an „Nr. 5“ denkt: Ja. Die Macher wählten offenbar bewusst ein solches „Gesicht“ für die Maschine, die einst „Wall-E“ getauft wurde und den ganzen Tag über Müll einsammelt, zusammenpresst und türmt. Das ist seine Aufgabe. Die Erde säubern, damit die Menschen wieder kommen könnten. Wall-E ist nicht allein. Eine kleine Kakerlake namens Hal ist Wall-E’s Begleiter, das einzige Leben, dass die Erde noch bewohnt.

Eines Tages wird „Eve“ auf die Erde abgesetzt. Sie ist auf Erkundungstour, lediglich hierfür programmiert und sucht ein Anzeichen dafür, ob menschliches Leben auf der Erde wieder möglich ist. Die Menschen nämlich, sind ja nicht tot, sie wurden auf ein Riesenraumschiff ins Weltall geschossen. Dort leben sie schon 700 Jahre. Die Technik dort auf diesem Schiff ist unglaublich! Mittlerweile braucht keiner mehr „laufen“ oder sich sonst wie bewegen. Im Laufe der Zeit wurden die Menschen immer dicker, so dick, dass sie ihre eigenen Füße nicht mehr sehen konnten. Auf einer Liege werden sie von A nach B gebracht – alles automatisch. Essen gibt es in gemütlichen Bechern, wie bei McDonalds, wenn man eine Cola oder Milchshake bestellt. Sehr praktisch. Die Menschen telefonieren über ein Display, welches an ihrer Liege befestigt ist. Von Angesicht zu Angesicht miteinander sprechen tun sie jedoch nie. Alles läuft über das flackernde Display ab. Auch morgens erwachen, Zähneputzen oder waschen wird mittlerweile von Maschinen übernommen. Die Menschen brauchen GAR NICHTS mehr tun.

Eve ist jedenfalls auf der Erde und sucht Pflanzen. Würde sie eine finden, würde sie diese auf das Raumschiff bringen und jenes würde dann wieder Kurs auf die Erde aufnehmen. Eine Neubesiedlung der Menschheit wäre möglich.
Wall-E erlebt Eves Ankunft und ist ganz beeindruckt von dem weißen glatten eierförmigen fliegenden Roboter. Er verfolgt sie gespannt und beobachtet, was sie tut. Sie scannt Oberflächen ab, aber die LED an ihrem Körper zeigt immer nur ein rotes Licht. Keine Pflanzen.
Wall-E hat sich verliebt. Sie erinnert ihn an diesen Videofilm, den er jeden Abend ansieht. Ein Liebesfilm mit einem menschlichen Mann und einer Frau die sich verliebt ansingen.
Er traut sich nur ganz zaghaft sich Eve zu zeigen, die alles was sich bewegt sofort mit ihrem Laserstrahl vernichtet. Als sie Bekanntschaft machen, interessiert sich Eve jedoch weniger für Wall-E. Sie hat eine „Aufgabe“. Sie muss Pflanzen suchen, so wie seine Aufgabe es ist Müll zu sammeln und zu pressen.
Wall-E gibt allerdings nicht auf und schafft es Eve seinen Container zu zeigen. Er zeigt ihr den Müll, der eigentlich keiner ist. Gegenstände, die die Menschen früher benutzen, wie z. B. Feuerzeuge etc.
Eve ist jetzt schon leicht beeindruckt. Dann zeigt Wall-E ihr einen Stiefel, aus dem eine Pflanze ragt. Diese fand er, als er an einem Tag wieder einmal den Müll zusammen suchte. Die Erde samt Pflanze steckte er dann in diesen Stiefel und nahm sie mit. So etwas Schönes, Grünes hatte er zuvor nie gesehen.
Als er Eve die Pflanze zeigt, leuchtet ihre LED. Sie wird grün. Sie nimmt die Pflanze, gibt laute Geräusche von sich, schließt diese in ihrem Fach ein und plötzlich wird die einst lebendige Eve steif, schaltet sich aus. Nur ein grünes Pflanzenlämpchen leuchtet auf ihrer glatten weißen Oberfläche. Wie ein Herzschlag.
Wall-E versteht nicht, warum Eve so still ist und sich nicht mehr bewegt. Er versucht alles um sie wieder „zum Leben zu erwecken“, nimmt sie mit zur Arbeit, spricht mit ihr in seiner Computersprache, aber es bringt nichts. Es dauert nicht lange, da kommt das kleine Raumschiff, welches Eve auf die Erde brachte wieder zurück. Wall-E ahnt, was das Raumschiff vor hat, sieht, wie Eve eingeladen wird und fährt mit all seiner Geschwindigkeit zu dem Raumschiff um es aufzuhalten. Er schafft es gerade noch sich an dem Raumschiff festzuhalten, als es los fliegt. Ins Weltall.
Während Eve im Raumschiff lagert, hält er sich draußen an einer Leiter fest und sieht sich beeindruckt das Weltall an. Als sie an der Sonne vorbeikommen, tankt Wall-E auf. (Er wird mit Solarenergie aufgeladen).

Sie erreichen das große Raumschiff, auf welches die Menschen sind.
Natürlich verfolgt Wall-E Eve, immerhin liebt er sie und will sie zurückhaben.
Die Pflanze wird zu dem Kapitän gebracht, welcher nicht einmal weiß, wie man ein Buch aufschlägt. Hier gab es keine Spracherkennung oder Knöpfe zu drücken. Er erfährt, dass sein Schiff dank der Pflanze wieder Kurs auf die Erde aufnehmen kann, doch dann verschwindet die Pflanze…

Wie es jetzt weiter geht, verrate ich nicht. Ich kann nur sagen: Ein sehr schöner Film mit tiefgründigen Signalen.
„Hört auf soviel unnötigen Müll zu produzieren. Es muss etwas geschaffen werden, damit die Welt nicht wirklich irgendwann so aussieht wie in diesem animierten Film. Verlasst euch nicht zu sehr auf die Technik, sonst seid ihr irgendwann verlassen. Wenn wir Menschen nichts mehr ohne Computer machen, wird aus der Freude mit der Zeit etwas, dass uns Menschen eben nicht ausmacht. Keine menschliche Kommunikation, die vollkommene Abhängigkeit. Wir müssen auf unsere Erde aufpassen, wenn wir auf ihr weiter leben wollen“.

Hach, ein toller Film. Ich hätte es nicht gedacht. Neben dieser Aussage, die der Film vermitteln will, steckt natürlich noch diese nette Liebesgeschichte. Wie Wall-E alles daran setzt Eve für sich zu gewinnen. Ob er es schafft und ob die Erde später wieder bewohnbar ist?

5/5 Sternchens!

Links: Wall-E – Der Film

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